Dialogos griechisch-deutscher Kulturverein Delmenhorst

Dialogos griechisch-deutscher Kulturverein Delmenhorst
Vorsitzender: Trifon Kechagias

Applaus für Bürgerengagement

Foto der Preisverleihung
Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus sind den Ausgezeichneten Urkunden sowie Sach- und Geldpreise überreicht worden. Die Geehrten (von links): Ewald und Margrit Witte, Hartmut Nordbruch, Hasan Bicerek, Jürgen Phillips und Erich Meenken vom "Breiten Bündnis gegen Rechts", Dittmar Knoche vom Fischereiverein sowie Trifon Kechagias von Dialogos. Unten: Werner Jeske und Ehefrau.
 
Fünf Delmenhorster sind am Dienstagabend, 3. Juli, mit dem Preis für Bürger- und Umweltengagement ausgezeichnet worden. Die Preisträger wurden von Oberbürgermeister Patrick de La Lanne im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus geehrt. Die Ehrenamtlichen haben die Jury durch ihren großen Einsatz in den Bereichen Umwelt und Soziales überzeugt.

Der Preis ist bereits zum neunten Mal ausgelobt worden. Die Jury, bestehend aus Experten aus Rat und Verwaltung, hatte die Gewinner aus zehn Bewerbungen ausgewählt. Verwaltungschef de La Lanne überreichte den Preisträgern Urkunden sowie Sach- und Geldpreise in Höhe von insgesamt 2.000 Euro.

Der griechisch-deutsche Kulturverein für Delmenhorst und Umgebung "Dialogos" wurde für den dritten Platz mit 100 Euro und einem Geschenkkarton ausgezeichnet.

Der Verein hatte die Fotoausstellung "Wir hatten das Zeug zum Auswandern" organisiert und einen dazugehörigen Katalog erarbeitet. Die 184-seitige Zusammenstellung über griechische Zuwanderer in den 60er- und 70er-Jahren wurde in deutscher und griechischer Sprache verfasst.

Quelle: http://www3.delmenhorst.de/leben-in-del/stadt/forschung/120702_buerger_umweltengagement.php?mode=print&cal_mode=calendarsheet&cal_from=1277935200000&cal_to=1280613599999&cal_origMode=current&cal_origDisplay=1


Kulturverein "Dialogos" hat zwei Jahre lang eine Ausstellung geplant, die am 16. März in der VHS eröffnet wird

Bilder über griechische Einwanderer

Von
Delmenhorst. Mit dem Leben von griechischen Einwanderern, die in den 60er- und 70er-Jahren nach Delmenhorst kamen, beschäftigt sich die Ausstellung, die ab Freitag, 16. März, in den Räumen der Volkshochschule (VHS) gezeigt werden. "Dabei werden keine Fotografien von Profis ausgestellt. Es sind ausschließlich Bilder aus privaten Alben dabei", sagte Helmuth Riewe, Geschäftsführer des griechisch-deutschen Kulturvereins "Dialogos", der die neue VHS-Ausstellung organisiert hat.

Ausgangspunkt für die nun anstehende Foto-Ausstellung ist ein Buch, das bereits 2008 veröffentlicht worden war und den gleichen Namen wie die Schau trägt. "In diesem Buch werden ebenfalls Fotos aus Deutschland und Griechenland gezeigt", erklärte Riewe. "Wir sind damals schon angesprochen worden, ob wir nicht eine Ausstellung mit den Bildern machen könnten." Nun ist "Dialogos" nach zwei Jahren Vorbereitung so weit, um die Ausstellung zu eröffnen.

Langes Auswahlverfahren im Vorfeld

Um die 69 Bilder auszusuchen, musste sogar ein eigene Arbeitsgruppe unter der Leitung von Trifon Kechagias, der auch Vorsitzender von "Dialogos" ist, ins Leben gerufen werden. "Wir hatten ursprünglich ein Material von rund 300 Bildern. Es war ein langwieriger und komplexer Auswahlprozess", sagte Riewe. Ein Großteil der Bilder könne nicht ausgestellt werden, weil in der VHS nicht genügend Platz für das gesamte Material zur Verfügung stehe, erklärte Riewe.

Die Fotos beschäftigen sich alle mit den Schwerpunktthemen Leben und Arbeit, kulturelle Identität, soziale Herkunft sowie Statussymbole. Riewe: "Im Wesentlichen war es damals auch eine Armutswanderung." Deshalb waren Statussymbole wie Autos, Fernseher oder Ferienhäuser auch ein Anreiz für die Griechen, ihre Heimat zu verlassen und nach Deutschland zu kommen. Dass die 69 Bilder ausschließlich schwarz-weiß sind, hat laut Riewe zwei Gründe. "Zum einen waren schwarz-weiße Fotos der Standard in den 60er- und 70er-Jahren." Zum anderen würden die Bilder aus künstlerischen Gründen farblos ausgestellt werden. Eröffnet wird die Ausstellung am 16. März um 18 Uhr. Wenn die Schau nach zwei Monaten beendet sein wird, sollen die Fotos nach Griechenland gebracht werden. Dort sollen sie ebenfalls in einigen Orten gezeigt werden.

Quelle: http://www.weser-kurier.de/region/delmenhorst_artikel,-Bilder-ueber-griechische-Einwanderer-_arid,83681.html


Ausstellung
Fotos zeigen griechisches Leben

„Wir hatten das Zeug zum Auswandern“ eröffnet am Freitag in der VHS

Die 69 Foto-Reproduktionen zeigen griechische Migranten in ihrer alten und ihrer neuen Heimat.

Vor der Eröffnung am Freitagabend findet ein Kolloquium statt.

DELMENHORST Arbeitsmigranten aus Nordostgriechenland stellten in den 60-er und 70-er Jahren einen beträchtlichen Anteil an der Belegschaft der Nordwolle. Viele wurden angelernt, andere hatten bereits Erfahrung in der Textilindustrie. Vor allem in den Orten Drama, Ptalomaida und Dravisko akquirierte das Delmenhorster Unternehmen äußerst erfolgreich Arbeitskräfte. Viele sind nach dem Ende der griechischen Diktatur 1974 zurück in ihre Heimat gegangen, andere blieben. Noch einen einzigen griechischen Lehrer gibt es heute in Delmenhorst.

An diese Zeit erinnern will der griechisch-deutsche Kulturverein „Dialogos“ Delmenhorst mit seiner zweisprachigen Ausstellung „Wir hatten das Zeug zum Auswandern“, die am Freitag, 16. März, um 18 Uhr im VHS-Lichthof eröffnet wird. Die Bilder stammen aus den privaten Fotoalben von 15 Familien aus Delmenhorst und dem Umland, berichtet „Dialogos“-Geschäftsführer Helmuth Riewe. Ausgangspunkt für die Präsentation ist die 2008 gemeinsam von VHS und Delmenhorster Museen herausgegebene Publikation „Wir hatten das Zeug zum Auswandern“, herausgegeben von dem 2011 verstorbenen Dr. Grigorios Pangiotidis. Vor allem das starke Interesse in Griechenland selbst hat die Projektgruppe des Vereins dazu bewogen, nun zusätzlich eine Foto-Zusammenstellung über griechisches Leben in Delmenhorst öffentlich zu machen, ein Projekt, das Pangiotidis bereits vorbereitet hatte.

Dank der finanziellen Unterstützung durch die EWE-Stiftung sowie die Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok konnte der Verein zur Fotoschau einen begleitenden, 188 Seiten starken Katalog in deutscher und in griechischer Sprache herausbringen, der zur Ausstellungseröffnung vorliegen wird. Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 15. Mai. Danach wird sie nach Griechenland verfrachtet und in Drama, Ptalomaida und Dravisko gezeigt, vielleicht auch in Thessaloniki, wie Riewe andeutet.

Am Nachmittag vor der Ausstellung findet im Industriemuseum ab 14 Uhr ein Kolloquium „Wanderung zwischen Heimat und Fremde – Griechische ,Gastarbeiter‘ in Delmenhorst“ statt, zu dem jedermann herzlich eingeladen ist (Eintritt frei). In Kurzvorträgen beleuchten Dr. Christian Glaß, Vorsitzender der Delmenhorster Universitätsgesellschaft, Trifon Kechagias, Vorsitzender des Kulturvereins, Helmuth Riewe, Theo Lampe, ehemaliger Sozialbetreuer der griechischen Wolle-Mitarbeiter, und Museumsleiter Hans-Hermann Precht das Thema von unterschiedlichen Seiten. Als Quelle dienten den Referenten 200 Personalakten ehemaliger griechischer Nordwolle-Mitarbeiter.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird die pädagogische Leiterin der VHS Dr. Annegret Helmers einige einführende Worte sagen. Danach spricht der „Dialogos“-Vorsitzende. Es folgt ein Vortrag des Hamburger Sozialwissenschaftlers Prof. Vassilios Tsianos. Helmuth Riewe stellt schließlich den Katalog zur Ausstellung vor. Nach der offiziellen Eröffnung gibt es einen griechischen Imbiss, vorbereitet von „Dialogos“-Vereinsmitgliedern.

Quelle: http://www.nwzonline.de/ausstellung-kunst/fotos-zeigen-griechisches-leben_a_1,0,519700070.html